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Sandbox, Was ist das und Wie komme ich raus?

Sandbox GoogleDer Begriff „Sandbox“ (Sandkiste) bezeichnet in der Informationstechnologie die Isolierung einer Software vom restlichen System während der Testphase.

Dadurch soll vermieden werden, dass aufgrund von bisher unbekannten Fehlern oder Mängeln der Software Schäden am System entstehen können.

Im Zusammenhang mit Maßnahmen des Suchmaschinenbetreibers Google ist dieser Begriff anders aufzufassen. Hier wird die Sandbox drastisch gesprochen als eine Art „Untersuchungshaft“ verstanden, in die Websites genommen werden, die sich nicht an die Regeln eines „natürlichen“ Linkaufbaus gehalten haben. 

Sandbox als Strafe für Überoptimierung?

Mutmaßungen über das Vorhandensein einer Sandbox werden im Web im Zusammenhang mit Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) bereits seit 2004 diskutiert. Spätestens seit dem Pinguin-Update im April 2012 ist allgemein bekannt, dass bestimmte Maßnahmen einer Suchmaschinenoptimierung dazu führen können, dass eine Site von Google als „überoptimiert“ eingestuft wird.

Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ungewöhnlich schnell viele Backlinks generiert wurden und die Seite – ohne ersichtlichen Nutzwert für den Besucher – auf besonders beliebte Keywords hin optimiert wurde. Diese Form der Optimierung dient allein dem Ranking der Suchmaschinen, nicht aber den Nutzern, die eine Suche starten und inhaltlich relevante Ergebnisse erwarten.

Ein Phänomen – viele Bezeichnungen

Um solche Websites ausfindig zu machen, soll Google in seinen Algorithmus einen speziellen Filter eingebaut haben, der alles, was den Verdacht auf Überoptimierung oder Spam nahelegt, zunächst einmal auf die hintersten Plätze der Ergebnislisten verweist. Anders ausgedrückt befinden sich in der Sandbox die Schlusslichter der Suchergebnisse.

Dabei kann es sich um eine dauerhafte oder um eine vorübergehende Abstufung handeln. Von Google selbst erfolgte bisher weder eine Bestätigung noch ein Dementi, doch erübrigt sich dieses ohnehin, wenn man sich mit den Richtlinien, die für die Suchmaschinenoptimierung aufgestellt wurden, intensiv befasst. Ob man es nun Sandkasten, Abstrafung oder Verlust im Pageranking nennt – das Phänomen bleibt dasselbe.

Ein Nachteil besteht allerdings in der mangelnden Transparenz, welche Maßnahmen es genau sind, die dazu führen, dass eine Website in der Sandbox landet. Es gehört viel Erfahrung dazu, diese dennoch ausfindig zu machen. Viele SEOs bewerten die folgenden Faktoren als ursächlich für den Sandbox-Effekt:

  • Eine neue Website generiert binnen kürzester Zeit viele (starke) Backlinks.
  • Eine Website erhält viele Backlinks, verfügt aber über keinen Mehrwert für die Nutzer.
  • Die Website ist ausschließlich auf starke, häufig gesuchte Keywords hin optimiert.

Spielt das Alter der Webseiten eine Rolle?

Hat der Google-Algorithmus solche Webseiten ausfindig gemacht, erscheinen sie auf dem Index weit unten und werden den Hauptkeywords zudem häufig gar nicht mehr zugeordnet. Websites hingegen, die bereits über Jahre existieren und vertrauenswürdige Backlinks erhalten haben, sind eher selten vom Sandbox-Effekt betroffen. Eine Ausnahme lässt sich nur dann feststellen, wenn die Sites über mehrere Jahre hinweg kaum Backlinks generierten und sich dieses schlagartig ändert. Geht dieser plötzliche starke Linkaufbau noch mit einer Onpage-Optimierung einher, so liegt der Verdacht nahe, dass hier auf „unnatürliche“ Weise ein höherer Wert im Pagerank erzielt werden soll.

Besonders negativ kann es sich für das Ranking einer Domain zudem auswirken, wenn ein starker, aussagekräftiger Domainname gewählt wurde (am 09-2012 hat es ein EMD Update gegeben), es der Site aber an qualitativ hochwertigem und thematisch relevantem Content mangelt.

Maßnahmen, um der Sandbox zu entkommen

Wer einmal mit seiner Webseite in der Sandbox gelandet ist, muss dennoch nicht befürchten, dass es keinen Weg zurück in die Top Ten der Google Search gibt. Der Vergleich mit einer „Untersuchungshaft“ sollte dies bereits andeuten. Denn während dieser erfolgt noch keine Verurteilung, sondern eine Isolierung zwecks Klärung des Sachverhalts.

Auf den als Sandbox bezeichneten Effekt bezogen heißt dies: Wem es gut gelingt, den Verdacht zu widerlegen, der kann sichergehen, binnen weniger Monate wieder in den normalen Suchverlauf aufgenommen zu werden. Eine Möglichkeit besteht beispielsweise darin, Backlinks von Seiten zu generieren, die als besonders vertrauenswürdig eingestuft sind und eine thematische Nähe zur eigenen Domain aufweisen.

Als zusätzliche Maßnahme können schwächere Keywords integriert werden bzw. Keyword-Kombinationen, die weniger häufig genutzt werden als die vorhandenen.

Neue Website? Keine Panik!

Gerade bei neuen Websites kommt es häufig vor, dass diese zunächst für einen Zeitraum von mehreren Monaten auf den unteren Rängen bleiben, obwohl sie bereits indexiert wurden.

Dies ist dann nicht als Sandbox-Effekt zu bewerten, sondern ein übliches Verfahren, das speziell den Suchmaschinenbetreiber Google kennzeichnet. Es besteht also kein Grund zur Panik.

Wer auf guten aussagekräftigen und uniquen Content setzt, eine benutzerfreundliche Navigation und ansprechendes Webdesign vorweisen kann, der wird mit den sogenannten White-hat-Methoden der Suchmaschinenoptimierung seinen Weg machen und braucht sich vor einem Abdriften in die Sandbox nicht zu fürchten. Wir Beraten Sie gerne!

Was ist der Google PageRank?

PagerankFür Nicht-Mathematiker scheint es eine höchst komplizierte Angelegenheit, den Pagerank einer Website zu verstehen.

Dabei handelt es sich im Prinzip um ein relativ einfaches Bewertungsverfahren, mit dem der Suchmaschinenbetreiber Google den Wert einer Site bemisst.

Kompliziert daran ist lediglich die Erstellung der Formeln und die Berechnung, um die sich der Webmaster jedoch nicht weiter kümmern muss, hat er das dahinterliegende Prinzip verstanden.

Herkunft und Bedeutung des Begriffs

Benannt wurde der Begriff Pagerank nach einem seiner Erfinder namens Larry Page. Der entwickelte zusammen mit Sergei Brin einen Algorithmus, mit dessen Hilfe sich jeder Website ein bestimmter Wert zuweisen lässt. Dieser zeigt die Wahrscheinlichkeit an, wie häufig eine Site aufgerufen wird. Bemessen wird er auf einer Skala von 1 bis 10.

Ein sehr hoher Rank bedeutet, dass die Domain besonders häufig gefunden und aufgerufen wird und viele Verweise auf sie erfolgen. Entsprechend steigt die Gewichtung der Site und das hohe Ranking wirkt sich im Ergebnis positiv auf die Listing innerhalb eines Suchverlaufs aus, da der Site besondere Autorität und Relevanz zugesprochen werden.

Visualisierung des PageRank

 

Pagerank

Visualisierung des PageRank für einen einfachen Graphen mit Dämpfungsfaktor 0,85. Nach dem Zufallssurfer-Modell ist die Größe der Kreise in etwa proportional der Wahrscheinlichkeit, mit der sich ein Surfer auf dieser Seite befindet. So wird Seite C nur von einer einzigen, aber gewichtigeren Seite verlinkt und hat infolgedessen einen höheren PageRank als Seite E, obwohl diese von insgesamt sechs Seiten verlinkt wird. (Quelle: Wikipedia)

Pagerank und Linkpopularität

Die Bezeichnung „Pagerank“ ist eng verbunden mit dem Begriff „Linkpopularität“. Als „populär“ gilt eine Site, wenn sie besonders viele Backlinks erhält, die auf die Page URL verweisen und damit zu einer Erhöhung ihrer Besucherzahlen beitragen. Doch ist diese Art der Bezeichnung leicht irreführend, da nicht nur die Anzahl der Backlinks in die Berechnung einbezogen wird, sondern auch deren eigener Pagerank und Trust.

Wichtig ist es also nicht nur, möglichst viele links zu erhalten, sondern auch solche, denen selbst eine hohe Gewichtung zukommt.

Pagerank und OffPage-Optimierung

Die Verbesserung des Rankings ist Teil der sogenannten OffPage-Optimierung, eines Teilgebiets der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Hierbei geht es in erster Linie darum, mithilfe verschiedener Strategien und Tools geeignete Linkpartner zu finden (Was passiert beim Linktausch?).

Damit dies nicht wahllos geschieht, ändern Suchmaschinenbetreiber wie Google ihren Algorithmus in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen. Damit soll vermieden werden, dass

  • inhaltsleere, aber gut verlinkte Seiten die oberen Plätze im Suchverlauf belegen;
  • die Verlinkung durch Kauf oder als Gefälligkeit erfolgt;
  • die Art der Verlinkung für den Nutzer ohne Mehrwert ist.

Qualität soll dementsprechend wichtiger sein als Quantität. Daneben ist es wichtig, wie ein Link eingefügt wird. So ist es beispielsweise gut, in die Linkliste eines thematisch verwandten, viel besuchten Blogs aufgenommen zu werden. Noch besser ist es aber, wenn der Link-verweis innerhalb eines Textes erscheint.

Bestimmung des Rankings

Im Prinzip soll der Pagerank also das Verhalten eines Internet-Nutzers imitieren. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser beim Surfen im Web eine bestimmte Site aufrufen wird? Die Wahrscheinlichkeit steigt durch die Häufigkeit, mit der er auf eine bestimmte Site verwiesen wird, und/oder durch die Autorität, die er einer verweisenden Site zumisst.

Wer sich durch einen kurzen Check über den Pagerank einer Site informieren möchte, findet leider keine Möglichkeit mehr dazu. Google hat den Rank nicht mehr sichtbar gemacht. Die Berechnungsmethode bleibt aber sehr interessant!

Kostenlos PageRank check durch Pagerankscout.de
Kostenlos PageRank check durch Pagerankscout.de

Wie Funktioniert die Suche (Video auf Englisch)

Pagerank Update

Google führt in unregelmäßigen Abständen einen sogenanntes Pagerank Update durch, die Letzten 2 Jahre 4 Pro Jahr. Mann könnte schon fast einen Update in Januar oder Februar + Mai oder Juni + Juli oder August + November oder Dezember erwarten.  Mit verschiedene (online) Tools kann der Google PageRank einer Seite überprüft werden.

Update Oktober 2013: Matt Cutts hat sich bei Twitter zu einem möglichen PageRank-Update in den verbleibenden Monaten dieses Jahres geäußert. Demnach wäre er “überrascht”, wenn 2013 noch ein Update veröffentlicht würde.
Update Dezember 2013: Also Doch noch in 2013

Liste von Pagerank Updates. Ab 04.2016 werden es keine Öffentliche Updates mehr geben!

  • Am 18.04.2016: Google PageRank Officially Shuts its Doors to the Public
  • Am 06.12.2013 (wie auch bei Eisy zu lesen ist)
  • Am 04.02.2013
  • Am 07.11.2012
  • Am 02.08.2012
  • Am 03.05.2012
  • Am 07.02.2012
  • Am 07.11.2011
  • Am 22.07.2011
  • Am 27.06.2011
  • Am 20.01.2011
  • Am 03.04.2010
  • Am 31.12.2009
  • Am 30.10.2009
  • Am 24.06.2009
  • Am 27.05.2009
  • Am 02.04.2009
  • Am 31.12.2008
  • Am 28.09.2008
  • Am 26.07.2008
  • Am 30.04.2008
  • Am 29.02.2008
  • Am 12.01.2008 – Am 26.10.2007- Am 30.04.2007 – Am 25.01.2007 – Am 28.09.2006 – Am 13.07.2006
  • Am 04.04.2006 – Am 18.02.2006

Ein interessanter Exkurs zum Pagerank: Vor einiger Zeit hat Google die Pagerank Anzeige vor allem für Finanzseiten deaktiviert – gerade in diesem Bereich fließt eine Menge Geld und dem entsprechend blüht auch hier der Verkauf von Links in Verbindung mit der Wertigkeit einer Website, die im Bereich des Linkbuildings noch häufig allein an dem Pagerank festgemacht wird. Dadurch zeigte Google, dass Backlinks immer noch einen wichtigen Stellenwert für positive Rankings haben – allerdings entspricht der Handel mit Links natürlich nicht den Google Webmaster Richtlinien. (Quelle: Comspace )

Wie kann ich den aktuellen PageRank ermitteln?

  • Wie oben erwähnt, leider nicht mehr möglich!

Bleibt zu erwähnen, dass der Begriff „PageRank“ dem Copyright unterliegt, also urheberrechtlich geschützt ist. PageRank™ und Google™ sind geschützte Marken der Google Inc., Mountain View CA, USA. Das PageRank Verfahren unterliegt dem US Patent 6,285,999.